Die Veden gelten als der älteste der Menschheit bekannte Wissensschatz und enthalten die ersten der Menschheit gegebenen Offenbarungen. Sie werden auch Shrutis genannt, was so viel bedeutet wie: „Das, was gehört wurde“. „Rishis“ (Seher) hatten dieses Wissen gehört und mündlich überliefert, bis es in Schriftform festgehalten wurde.

Das Wort Veden kommt von der Sanskritwurzel „Vid“ und bedeutet Wissen. Die Veden sind in der Sanskritsprache übermittelt und schriftlich verfasst. Die Weisheiten der Veden drangen durch alle Zivilisationen. Seit der Schöpfung sind viele Zeitalter vergangen und ganze Kontinente wurden durch Umwälzungen auf der Erde geteilt. Die Menschheit wurde über die Erdteile verstreut. Sanskrit und die Veden sind das gemeinsame Erbe der gesamten Menschheit. Die Veden bringen Licht in alle Bereiche der Schöpfung. Sie beschreiben verschiedene Arten von Energien und nennen auch einen Weg für das harmonische Wirken dieser Energien. Das Ziel sind Frieden und Wohlergehen auf der Erde. Sie zeigen uns den Weg zur Befreiung aus Elend und Not und zur Verwirklichung des eigenen Selbst. In den Veden stehen tiefgreifende Geheimnisse zu allen Vorgängen des gesamten Kosmos.
Die Veden behandeln unter anderem verschiedenste Wissenschaftszweige wie Menschheitsgeschichte, Abstammungslehre, Klimatologie, Biologie, Biogenetik, Physik, Medizin (Ayurveda), Astronomie, Astrologie, die verschiedensten Erkenntniswege, das Wissen über Yoga sowie Erkenntnisse aus dem Elementarbereich und vieles mehr.
 
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Die Veden sind in vier große Bücher unterteilt: Rig Veda, Yajur Veda (sprich „j“ wie „dsch“), Sama Veda und Atharva Veda. Die vollkommene Ordnung, die sich im menschlichen Organismus und überall im Universum offenbart, basiert auf Gesetzmäßigkeiten, die seit über 150 Jahren Gegenstand moderner wissenschaftlicher Forschung sind.

Die grundlegenden Einsichten in die uralte Literatur haben zu der Entdeckung geführt, dass die Gesetzmäßigkeiten, die den menschlichen Geist und Körper strukturieren, dieselben sind, die den Silben, Versen, Kapiteln und Büchern der vedischen Literatur Struktur verleihen. Alle Komponenten, Organe und Organsysteme des menschlichen Körpers, vor allem die verschiedenen Teile des Nervensystems, stimmen, entsprechend ihrer Spezialisierung, sowohl in Struktur als auch in Funktion, eins zu eins mit den 27 Zweigen der vedischen Literatur überein. Die himmlische Offenbarung der Veden manifestiert sich im menschlichen Sein auf Erden. Wer nach diesen Prinzipien lebt, schafft Harmonie, Wohlergehen und Frieden.

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Die vedische Wissenschaft von den Schwingungen gibt eine Fülle von Anregungen, wie mithilfe von Feuertechniken und Mantras Einfluss auf das Gemüt und die Lebensenergie (Prana) genommen werden kann. Durch bestimmte Wortverbindungen werden bestimmte Wirkungen auf die Atmosphäre ausgeübt, die sich wiederum auf Gemüt und Prana auswirken. Die Äußerung besonderer Mantras in Verbindung mit Reinigungsvorgängen mittels vedischer Feuertechniken, Homa genannt, hat eine positive Wirkung auf das Gemüt.

Die Veden sprechen von drei Welten – Triloka -, die mit Bhuu, Bhuwah und Swah bezeichnet werden. „Bhuu“ ist unser Planet Erde, „Bhuwah“ bezieht sich auf die Atmosphäre und „Swah“ bezieht sich auf die Welt, die sich darüber befindet. Die Ursachen für alle materiellen Wünsche liegen innerhalb dieser drei Bereiche (Trilokas). Die Veden nennen eine Methode, wie die Trilokas gereinigt werden können, was zu allgemeinem Frieden und Wohlergehen führt. Diese Methode wird „yagna“ (andere Schreibweisen sind u.a. yadnya, yajnya - vedische Feuertechnik) genannt. Die Veden sagen, dass die Reinigung dieser Trilokas eine direkte Beziehung zum menschlichen Glück hat. Glück oder Glücklichsein ist ein Gemütszustand, der umso vollkommener ist, je mehr das Gemüt von Spannungen befreit ist, die zu Unruhe führen.


Die Essenz der Veden ist der Fünffache Pfad (2), der die ewigen Prinzipien der Religion - Satya Dharma - darstellt. Der Fünffache Pfad  umfasst Techniken und Disziplinen, die geeignet sind, alle Schwierigkeiten, denen die Menschen in ihrem Leben gegenüberstehen, zu meistern.

Buchempfehlung:
(1) Heigl, Horst und Birgitt: Shivapuri. Verlag Horst Heigl, Heiligenberg 2002
(2) Heigl, Birgitt: Der kleine Fakir Namu und der Fünffache Pfad. Verlag Horst Heigl, Heiligenberg 2008

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