In einer Zeit, in der die verschiedenen Religionen oftmals wie unüberbrückbare Gegensätze erscheinen, wurde der Fünffache Pfad (*1) als eine Hilfe gegeben, durch welche eine weltweite Verbindung und Verständigung entstehen kann, ohne dass hierzu eine neue Religion gegründet werden soll. Die Richtlinien des Fünffachen Pfades, wie sie vom Kalki-Avatar (Shree) (*2) als Hilfe für alle Menschen verkündet wurden, sind im Kern in jeder Religion enthalten, auch der Gedanke, dass der Mensch Gott etwas gibt, wie es sich in den verschiedensten Opferzeremonien widerspiegelt. Im Fünffachen Pfad steht hier an erster Stelle Yagna, ein unschätzbares Mittel, um eine Reinigung auf der materiellen und energetischen Ebene zu bewirken und so Grundlagen für eine Heilung von Mensch (körperlich, seelisch, geistig) und Umwelt zu legen. Jeder kann durch den Fünffachen Pfad seinen Beitrag leisten zum eigenen Wohl und zu Harmonie, Frieden und Wohlergehen weltweit.

(*1) Ausführlicher erläutert in:
Heigl, Birgitt: Der kleine Fakir Namu und der Fünffache Pfad. Verlag Horst Heigl, Heiligenberg 2008
Heigl, Horst und Birgitt: Shivapuri. Verlag Horst Heigl, Heiligenberg 2002;
Lozynski, Horst: Wei und Tu, Verlag Horst Heigl, Erstauflage 1985

(*2) Link zum Leben und Werk von Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj www.param-sadguru-shree-gajanan-maharaj.com

Der Fünffache Pfad beruht auf folgenden fünf Leitlinien:

1. Yagna

Reinigung der Atmosphäre im sichtbaren wie im unsichtbaren Bereich mithilfe von Feuer.

Die kürzeste und heutzutage grundlegende Form eines Yagnas ist Agnihotra.

2. Daan

Teilen von materiellen Gütern mit anderen Menschen in der inneren Haltung der Demut.
Der Gebende betrachtet den Beschenkten mit tiefem Respekt und Dankbarkeit, weil dieser ihm die Gelegenheit gibt, ein geistiges Prinzip zu erfüllen. Wenn Daan richtig praktiziert wird, macht es innerlich von materiellen Dingen frei und unabhängig.

3. Tapa

Oberbegriff für geistige Übungen, Disziplinen und Gebet, jede Art von Hinwendung zum höchsten Licht, zu Gott.
Je freier wir von seelischen und körperlichen Umständen sind, desto wohler fühlen wir uns und umso einfacher wird die Hinwendung zu Gott. Wer das dadurch erreichbare Lebensgefühl einmal erlebt hat, versteht, warum manche Menschen die Hilfe eines geistigen Beraters in Anspruch nehmen, um dieses Ziel zu erreichen. Versenkung in die Stille und Meditation, Gebet und Rezitieren von Mantras können ebenso Tapa sein wie das Durchbrechen festgefahrener Gewohnheiten oder ein zeitweiliger Verzicht auf Genussmittel.

4. Karma

Karma, ein Begriff für das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung.
Es beinhaltet, dass jeder Gedanke, jedes Gefühl und jedes Handeln eine entsprechende Reaktion nach sich zieht und wir unser Schicksal selbst formen. Alles in Demut und mit Liebe für Gott zu tun und nicht an den Ergebnissen zu hängen, kann von den negativen Wirkungen unseres Handelns befreien.

5. Swadhyaya

Studium des Selbst: Wer bin ich? Streben nach der Erkenntnis der wahren, göttlichen Natur des Menschen.
Das Studium heiliger Schriften ist bereits ein Suchen nach der Wahrheit. Erkenntnis und tiefstes Wissen liegen jedoch jenseits von Worten und können nur erfahren werden. Tapa und Karma bilden die Grundlage dafür, dass höchstes Wissen gegeben werden kann.

 

Die Befolgung der Leitlinien des Fünffachen Pfades führt zu reichem Segen und schließlich zum Ziel des Menschseins - vom Menschen zum Edelmenschen.

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