Horst Heigl

Initiator und Leiter des Homa-Hofes Heiligenberg

 

Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj* und Horst Heigl

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Shri Vasant V. Paranjpe** und Horst Heigl 1989

Horst und Vasant

 

*   Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj
    sprich: Schri Gadschanan Maharadsch

** Shri Vasant V. Paranjpe
    sprich: Schri Vasant V. Paranschpe

 

Es war im Jahr 1974, als Horst Heigl als Erster in Deutschland von Agnihotra erfuhr. Damals war von den vielfältigen Wirkungen kaum etwas bekannt. Der Überbringer des Wissens, Shri Vasant Paranjpe**, strahlte jedoch eine solch außergewöhnliche Demut und Aufrichtigkeit aus, dass Horst das Gehörte sogleich in die Praxis umsetzte. Kurz darauf reiste er zu Shree*, der Agnihotra wiederbelebt hat. Diese erste Begegnung war so eindrucksvoll und berührend, dass 32 weitere Reisen zu ihm folgten. 1976 wurde Horst von Shree beauftragt, Menschen um sich zu sammeln und ihnen vom Fünffachen Pfad zu erzählen. Dies war der Beginn von Horsts lebenslanger Aufgabe, der er sich bis heute unermüdlich und mit ganzem Herzen widmet.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Horst bereits ein bewegtes und ereignisreiches Leben hinter sich.

Am 11.03.1936 in Berlin geboren, erlebte er eine von Krieg und Nachkriegszeit erschütterte Kindheit mit all ihren negativen Auswirkungen. Dies nährte in Horst eine große Sehnsucht nach Liebe und Frieden, vor allem aber suchte er Gott. So kam es, dass er insgesamt 12 verschiedene Glaubens- und Religionsgemeinschaften durchlief, jedoch kam er dadurch Gott nicht wirklich näher.

Die Wende geschah, als er mit Yoga in Berührung kam und einige Zeit später das erste Mal nach Indien reiste. Von Paramahansa Yoganandas Nachfolger Swami Hariharananda erhielt er eine persönliche Einweihung in Meditationstechniken. Hier erlebte er das erste Mal eine tiefe Gottverbundenheit und erfuhr, mit welchen Übungen dies erreicht werden kann.

Zu dieser Zeit hatte er beruflich eine Laufbahn als technischer Zeichner hinter sich, später erwarb er den Abschluss als Techniker. Seine Arbeit als Werkzeugkonstrukteur und später Konstrukteur für Maschinenbau erfüllte ihn auf keine Weise. Als sein Yoga-Lehrer ihn nach intensiver Ausbildung beauftragte, Hatha-Yoga zu unterrichten, wagte er 1971 den Ausstieg aus seiner gesicherten beruflichen Karriere und war von da an als erster hauptberuflicher Yogalehrer Deutschlands tätig. Bald darauf erhielt er von Swami Hariharananda den Auftrag, Meditationstechniken (Kriya-Yoga) weiterzugeben. Etwa 20 Jahre lang unterrichtete Horst als Referent an Volkshochschulen und auch privat in Süddeutschland, wodurch er Tausenden von Interessierten einen Zugang zum Hatha-Yoga und zur Meditation ermöglichte.

Fast alle Stufen der Meditation hat er durchlaufen, faszinierende Erlebnisse und Visionen erfahren und ist dadurch zu der Erkenntnis gekommen, dass der höchste Bewusstseinszustand, der durch Meditation erreicht werden kann, noch nicht das Ende des menschlichen Entwicklungsweges bedeutet. Erst das tägliche Feilen am eigenen Ego, dem sogenannten „kleinen Ich“, bringt uns dem Licht dauerhaft näher.

Dieses Wissen findet sich auch im Fünffachen Pfad wieder. Als 1988 auf Horsts Initiative der Homa-Hof Heiligenberg gegründet wurde, legte er großen Wert auf die Umsetzung aller fünf Richtlinien. Durch seine umfassende Erfahrung und tiefen Erkenntnisse ist er eine große Hilfe für alle Suchenden. Mit Liebe, Geduld und enormem Einsatz ist er für die Menschen da und gibt immer wieder lebenspraktische, seelische und geistige Hilfen und Anregungen zur Umsetzung im Alltag.

Um möglichst vielen Interessierten den Zugang zu diesem Wissen zu ermöglichen, gründete Horst 1987 den „Verlag Horst Heigl“. In seinen Büchern gibt er selbst erfahrenes Wissen weiter und zeigt nachvollziehbare Wege bis hin zum Erleben der höchsten Wirklichkeit auf. Einige seiner Bücher erschienen unter dem Namen „Lozynski“, dem früheren Nachnamen, den er 1990 durch Heirat in „Heigl“ änderte.

Schließlich setzte er auch seine große Liebe zur Musik um. Ursprünglich am Klavier zuhause, wählte er das Keyboard als Instrument, mit dem er Interpretationen oder eigene Kompositionen einspielte. Das Ziel war, eine möglichst hohe Schwingung in jedes Musikstück hineinzubringen, die sich auf den Hörer überträgt und sein Wohlbefinden erheblich zu steigern vermag. Horst sagte dazu:

„Wenn Musik die Seele emporhebt, sie zeitweilig loslöst vom irdischen Ballast, wirkt sie wie heilender Balsam."

Nach wie vor setzt sich Horst intensiv dafür ein, allen Menschen in seiner Umgebung hilfreich zur Seite zu stehen, wobei ihm Nächstenliebe und die praktisch gelebte Eucharistie (wandle alles ins Positive um) besonders am Herzen liegen. Er legt großen Wert auf die unverfälschte Weitergabe des Agnihotras und die Beibehaltung der Einfachheit des Fünffachen Pfades. Nur so ist der Pfad eine Hilfe für alle und jeden, ohne Unterschied von Glauben, Herkunft, finanziellem und sozialem Status.

Shree sagte 1976 über Horst: „Er ist Unser Mann!“

Über sein außergewöhnliches Leben und seine vielen Begegnungen mit Shree hat Horst ein autobiographisches Werk in 2 Bänden mit dem Titel „Erfüllte Verheißungen“ geschrieben. Es wurde 2018 zum 100. Geburtstag von Shree herausgegeben.

 

Birgitt Heigl

 

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Horst und Birgitt Heigl sind in ihrem gemeinsamen Leben und Arbeiten, der täglichen Routine und der Liebe und Fürsorge für die Homa-Hof-Gemeinschaft ein Beispiel für den Fünffachen Pfad. Sie sind das Verbindende und Beständige der fast 30 Jahre bestehenden Gemeinschaft. Wir verdanken ihnen die verlässliche, verantwortungsvolle Weitergabe des Wissens von Shree, ein Wissen, das das geistige und praktische Leben der Menschen auf eine erfreuliche, glückliche Ebene heben kann.

Seit Beginn 1987 ist Birgitt maßgeblich am Aufbau des „Verlag Horst Heigl“ beteiligt. Ihre sprachliche und künstlerische Begabung bringt sie vor allem bei der Bearbeitung und Gestaltung von Texten und Bildern ein. 2008 erschien ihr erstes Buch „Der kleine Fakir Namu und der Fünffache Pfad“.

Birgitt wurde 1965 in Mühldorf am Inn (Oberbayern) geboren. Sie wuchs im Allgäu auf, wo sie nach der Schulausbildung eine Lehre als Arzthelferin absolvierte. Im Jahr 1985 zog sie nach Überlingen am Bodensee. Hier besuchte sie bei Horst Hatha-Yoga- und Meditations-Kurse und erfuhr die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin. Im Jahr 1990 heirateten sie und führen seither den Ehenamen Heigl. Seit Ende 1990 wohnen sie am Homa-Hof in Heiligenberg.

Von Kindheit an war Birgitt auf der Suche nach Gott. Erst durch die Hilfe ihres Mannes erfuhr sie, dass nicht die Religionszugehörigkeit, sondern das Maß an Gottesliebe entscheidend ist, wie sehr man sich Gott nähern kann. Jahrelange Yoga- und Meditationsübungen und eine intensive geistige Schulung durch ihren Mann brachten sie schließlich so weit, die Allgegenwart Gottes erfahren zu dürfen. Fast täglich kann sie die Wahrheit der Bibelworte erleben, die sinngemäß lauten: „Suche zuerst nach dem Reiche Gottes und alles andere wird dir zufallen.“

Ihren Eingebungen folgend, begann sie zu schreiben, zu zeichnen, zu malen – ohne irgendetwas davon je beruflich oder in Kursen gelernt zu haben. Doch da Gott allgegenwärtig und alles durchdringend ist, reicht es aus, sich intensiv an ihn zu wenden. Lässt man ihn durch sich wirken, so kann alles möglich werden.

In zwei Bänden mit dem Titel „Der Schauspieler in Seinem Dienst“ schildert Birgitt ihren Lebensweg auf der Suche nach Gott. Dabei kommen vor allem die ungewöhnlichen Schulungsmethoden von Horst zum Vorschein, der vergleichbar einem Schauspieler verschiedene Rollen einnahm, um ein eigenes Erleben zu fördern. Wichtige Lebensfragen werden beantwortet und viele praktische Beispiele für die Umsetzung des Fünffachen Pfads im täglichen Leben gegeben.