Der FĂŒnffache Pfad

 

In einer Zeit, in der die verschiedenen Religionen oftmals wie unĂŒberbrĂŒckbare GegensĂ€tze erscheinen, wurde der FĂŒnffache Pfad als eine Hilfe gegeben, durch welche eine weltweite Verbindung und VerstĂ€ndigung entstehen kann. Die Richtlinien des FĂŒnffachen Pfades wurden Shree als Quintessenz der jahrtausendealten Veden offenbart und finden sich mit Ausnahme der Yagnas im Kern jeder Religion wieder.

Wenn wir uns auf diese Grundprinzipien konzentrieren, ist es möglich, damit die heute herrschenden GegensĂ€tze zu ĂŒberbrĂŒcken und gemeinsam eine bessere Welt zu schaffen. Die Feuertechniken (Yagnas) können ein Verbindungsglied sein, um gemeinsam unseren Planeten zu reinigen und zu heilen.

 

Agnihotra

 

1. Yagna (Sanskrit: yajña, Feuertechniken)

Reinigung der AtmosphÀre im sichtbaren wie im unsichtbaren Bereich mithilfe von Feuer.

Um zu leben, brauchen die Lebewesen auf der Erde Luft, Wasser und Nahrung. All dies ist zurzeit oft verschmutzt, was eine Ursache fĂŒr viele Krankheiten ist.

In den Veden ist nicht nur das Gebot der Reinhaltung unserer Lebensgrundlagen verankert, sondern auch, wie eine zusĂ€tzliche Reinigung möglich ist. Sie betrifft in erster Linie unsere AtmosphĂ€re, womit ebenfalls deren feinstofflicher Aspekt gemeint ist, welcher Einfluss auf unser GemĂŒt hat.

Diese Reinigung ist mithilfe von Feuer möglich. Feuertechniken waren einst ĂŒber den gesamten Globus verteilt. Deren korrekte DurchfĂŒhrung war jedoch nicht mehr gegeben, weshalb sie abgeschafft wurden oder in Vergessenheit gerieten. Shree sorgte dafĂŒr, dass die reinen, ursprĂŒnglichen Feuertechniken (Yagna, Homa) wieder eingefĂŒhrt wurden. Deren Wirkungsweise grĂŒndet auf dem Gesetz der Resonanz:

Heile die AtmosphÀre und die AtmosphÀre heilt dich.

Das grundlegende Yagna ist Agnihotra; es wird zu Sonnenauf- und Sonnenuntergang durchgefĂŒhrt. Yagnas sind ein einziger Segen fĂŒr uns und unsere Umwelt.

 

Daan

 

2. Daan (Sanskrit: „dāna“, rechtes Schenken)

Teilen von materiellen GĂŒtern mit anderen Menschen in der inneren Haltung der Demut.

Die Verhaftung an Materielles und die AnhĂ€ufung von Besitz lassen uns manchmal vergessen, dass jede Materie nur eine Leihgabe auf Zeit ist. Um uns daran zu erinnern, gibt es ein einfaches Mittel: das Teilen mit anderen! FĂŒr ein rechtes Geben sollte man die Haltung vertreten, dass der EmpfĂ€nger der GrĂ¶ĂŸere ist, weil er unsere Gabe annimmt. Am besten schenkt man im Verborgenen, ohne Dank oder Gegenleistung dafĂŒr zu erwarten, und gerne auch ohne Anlass. Das „Almosen-Geben“ ist in nahezu allen Religionen verankert.

Durch das Praktizieren von Daan wird ein geistiges Prinzip beachtet: Geben und Nehmen kommen ins Gleichgewicht! Ein spielerischer, von Freude erfĂŒllter Umgang mit der Materie wird möglich und es kann der Armut entgegengewirkt werden. Wenn Daan richtig praktiziert wird, macht es innerlich von materiellen Dingen frei und unabhĂ€ngig.

 

Tapa

 

3. Tapa (geistige Disziplinen)

Oberbegriff fĂŒr geistige Übungen und Disziplinen, mit denen GemĂŒt und Verstand trainiert werden, um auf alle Begebenheiten des Lebens mit Liebe zu reagieren.

Mit Tapa werden Übungen bezeichnet, die es uns erleichtern, unser Ziel zu erreichen. Dazu ist es notwendig, Willen und GemĂŒt zu stĂ€rken. Das Durchbrechen festgefahrener Gewohnheiten oder ein zeitweiliger Verzicht auf Genussmittel kann dazu sinnvoll sein. Was zunĂ€chst schwerfĂ€llt, sorgt spĂ€ter fĂŒr innere StĂ€rke. Je freier wir von seelischen und körperlichen UmstĂ€nden sind, desto wohler fĂŒhlen wir uns und umso einfacher wird die Hinwendung zu Gott.

Zu Tapa-Übungen zĂ€hlen auch geistige Disziplinen, wie Versenkung in die Stille und Meditation, Gebet und Rezitieren von Mantras. Durch Tapa können wir unsere SchwĂ€chen in StĂ€rken verwandeln und unser GemĂŒt zunĂ€chst kontrollieren, spĂ€ter jedoch in einen Zustand versetzen, in dem ein stĂ€ndiges GlĂŒcklichsein möglich ist.

 

Karma

 


4. Karma (rechtes Handeln)

Karma, ein Begriff fĂŒr das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung:

„Du erntest, was du sĂ€st.“

Es beinhaltet, dass jeder Gedanke, jedes GefĂŒhl und jedes Handeln eine entsprechende Reaktion nach sich zieht und wir unser Schicksal selbst formen. Alles in Demut und mit Liebe fĂŒr Gott zu tun und nicht an den Ergebnissen zu hĂ€ngen, kann von den negativen Wirkungen unseres Handelns befreien.

 

 

 

Svadhyaya

 


5. Swadhyaya (Selbststudium)

Studium des Selbst: Wer bin ich? Streben nach der Erkenntnis der wahren, göttlichen Natur des Menschen.

Durch Selbststudium ist ein ehrliches und aufrichtiges Leben möglich. Weniger gute Eigenschaften können erkannt und geĂ€ndert werden. Das Studium heiliger Schriften und Übungen der Stille helfen, die Wahrheit besser zu erkennen. Um Swadhyaya zu praktizieren, kann ein geistiger Lehrer eine große Hilfe sein.

Erkenntnis und tiefstes Wissen liegen jenseits von Worten und können nur erfahren werden.

 

 

Shree: „Das VerstĂ€ndnis und die Befolgung des FĂŒnffachen Pfades fĂŒhren zu einer Veredelung aller geschaffenen Wesen und zur Harmonie.“

 

Der Text auf dieser Seite stammt von der Internet-Seite param-sadguru-shree-gajanan-maharaj.com, die dem besonderen Leben und Wirken von Shree gewidmet ist.

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