Die Veden

 

Rig Veda

Zusammen mit der Schöpfung wurden GesetzmĂ€ĂŸigkeiten geschaffen, die ein Leben in Harmonie, Wohlstand und Frieden auf Erden gewĂ€hrleisten. Das Wissen darĂŒber wurde einst von weisen Rishis (Sehern) gehört und mĂŒndlich ĂŒberliefert, bis es in Schriftform festgehalten wurde – die Veden entstanden. Sie sind in der Sanskritsprache ĂŒbermittelt und verfasst. Das Wort Veden stammt von der Sanskritwurzel „Vid“ und bedeutet Wissen.

Die insgesamt vier BĂŒcher der Veden gelten als der Ă€lteste der Menschheit bekannte Wissensschatz und sind ein weltweites Erbe. Die vedischen Hymnen wurden 2003 von der UNESCO in die Sammlung der Meisterwerke des mĂŒndlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen und 2008 in die ReprĂ€sentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit ĂŒbernommen.

In den Veden und der vedischen Literatur stehen tief greifende Geheimnisse zu allen VorgĂ€ngen des Lebens. So werden verschiedene Wissenschaftszweige behandelt, wie Menschheitsgeschichte, Physik, Medizin (Ayurveda), Biologie, Astronomie, Mathematik, Soziologie, Psychologie und Philosophie. Es werden die Elemente und verschiedene Arten von Energien beschrieben und auch ein Weg fĂŒr das harmonische Wirken von Elementen und Energien. DarĂŒber hinaus finden sich ethische und moralische Grundlagen, bis hin zu einem richtigen Umgang mit höheren KrĂ€ften und nicht zuletzt die rechte Hinwendung zu Gott.

Die vedische Wissenschaft beruht u. a. auf dem Wissen, dass alles Geschaffene letztendlich auf Schwingungen basiert und miteinander verbunden ist. Dadurch ist es möglich, durch die richtige Resonanz auf alles einen positiven Einfluss zu nehmen. Einen großen Stellenwert nehmen hier die Feuertechniken (Homa, Yagna) ein. Feuer diente schon immer als Mittler zwischen dem Menschen und den höheren KrĂ€ften, von denen unser Wohlergehen abhĂ€ngig ist.

Bereits im ersten Vers des ersten Buches (Rig Veda) kommen die Begriffe „Agni“ und „hotaram“ vor, wie wir sie vom Agnihotra her kennen. Die Feuerrituale werden jedoch nicht beschrieben, wie wir das von einer technischen Anleitung kennen. Die Veden sind vollstĂ€ndiges Wissen. In Form von Klang sind sie die Strukturen des Bewusstseins und der Schöpfung und entspringen einem hohen Bewusstsein mit höchster Ethik. Die Überlieferung der hohen Schwingung steht im Vordergrund. Die Veden können und sollten nur von Menschen mit einem entsprechenden Bewusstsein auf unsere praktische Ebene vermittelt werden. So ist es auch verstĂ€ndlich, dass der von Shree gegebene FĂŒnffache Pfad als Quintessenz der Veden nicht als theoretische Anleitung, sondern als ein Weg der Praxis gegeben wurde.

 

 

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Veden und Mantras

Die Schriftzeichen des Sanskrit entsprechen den Lauten, die ein menschlicher Mundraum hervorbringen kann. Sie sollen eine möglichst korrekte Wiedergabe der KlĂ€nge gewĂ€hrleisten. Bei den Mantras steht der Klang im Vordergrund, mit dem bewusst hohe Schwingungen erzeugt werden. Bei einer Übersetzung reduziert sich die Bedeutung auf das individuelle VerstĂ€ndnis und den jeweiligen Bewusstseinszustand, wogegen die Schwingung auf das ganze Wesen wirkt, gleich ob Mensch, Tier, Pflanze oder Stein.

 

 

 

Die Wiederbelebung der Veden und von Agnihotra

 

Vor Tausenden von Jahren wurden Feuerzeremonien (in Sanskrit Yagna oder Homa genannt) nahezu auf der gesamten Welt durchgefĂŒhrt. Überlieferungen sowie Überreste von Feuertempeln zeugen davon, dass sie selbstverstĂ€ndlicher Teil spirituellen Lebens waren. Mit den Feuerzeremonien wurde u. a. die Achtung vor einer höheren Energie und Ordnung zum Ausdruck gebracht, in dem Wissen, dass diese fĂŒr unser Wohlergehen maßgeblich sind.

Das Wissen um die Yagnas, aber auch viele weitere Hilfen und GesetzmĂ€ĂŸigkeiten wurden irgendwann aufgeschrieben – die Veden entstanden. Im Lauf der Zeit gerieten sie jedoch immer mehr in Vergessenheit.

Die Wiederbelebung der Veden war so außergewöhnlich, dass sie sich fast wie eine mythologische ErzĂ€hlung liest:

Es war Anfang des vergangenen Jahrhunderts, als ein weiser Inder namens Bhao Saheb Shingavekar den Verfall des geistigen Lebens erkannte. Er wusste, dass die Abkehr von den ewigen geistigen GesetzmĂ€ĂŸigkeiten letztendlich zu katastrophalen Ă€ußeren VerhĂ€ltnissen fĂŒhren wĂŒrde. Um eine Wendung herbeizufĂŒhren, bedurfte es seiner Meinung nach eines göttlichen Wesens, welches wiederum eine besonders reine Mutter benötigte. So begann er mit der intensiven Rezitation des Gayatri-Mantras, welches er ĂŒber zwei Millionen Mal wiederholte. Da erschien ihm göttliches Licht in Form der hohen Wesenheit Gayatri und versprach, als seine Tochter geboren zu werden. Gayatri gilt auch als Mutter der Veden. Etwa ein Jahr spĂ€ter kam ein MĂ€dchen zur Welt und erhielt wegen seiner goldenen Ausstrahlung den Namen Sonamata (Sona = Gold).

Im entsprechenden Alter wurde Sonamata mit Laxman Rajimwale vermĂ€hlt. Beide widmeten ihr ganzes Leben geistigen Übungen und dem Dienst am NĂ€chsten. Sonamata wurde in einer Vision mitgeteilt, dass sie dem „Licht des Universums“ das Leben schenken wĂŒrde. Am 17.5.1918 kam ihr Sohn zur Welt und wurde „Gajanan“ genannt – spĂ€ter bekannt als Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj (sprich: Schri Gadschanan Maharadsch, meist kurz Shree genannt).

 

 

Shree Agnihotrapot

Bereits im Alter von 7 Jahren begann Shree mit intensiven geistigen Disziplinen, welche er ein Leben lang beibehielt. 1944 erkannte er durch eine Vision, dass das Wissen um die ewigen geistigen GesetzmĂ€ĂŸigkeiten, wie sie in den Veden verankert sind, am Absterben war. Daraufhin leistete er den Eid

„Ich werde die Veden wiederbeleben.“

Nach seinem Eid offenbarten sich ihm 5 Richtlinien, welche die Quintessenz der Veden auf einfache, fĂŒr jeden durchfĂŒhrbare Weise beinhalten. SpĂ€ter wurden sie als „FĂŒnffacher Pfad“ bezeichnet. Eine dieser Richtlinien ist Yagna (Yajῆa). Es ist ein Oberbegriff fĂŒr Feuerzeremonien, von denen Agnihotra die grundlegende ist.

Durch sein Hiersein und die geistigen Disziplinen schaffte Shree die notwendige Energie, damit sich dieses Wissen verbreiten konnte. Schon bald fanden sich Menschen ein, welche an die praktische Umsetzung herangingen. So kam 1954 Herr Mahanubhav Madhavji Potdar (1915 – 1974), der allgemein Potdarsaheb genannt wurde, zu Shree. Auf seine Anweisung fĂŒhrte am 22.2.1963 ein Priester mit Namen Shri Hiralal Sharma das erste Agnihotra in der Form durch, wie es heute weltweit bekannt ist.

Potdarsaheb begann mit der Verbreitung und veranlasste erste wissenschaftliche Forschungen zu Agnihotra mit spektakulĂ€ren Ergebnissen. Es wurde der bakteriostatische Effekt festgestellt, die stressmindernde Wirkung gemessen, der positive Einfluss auf Landwirtschaft, Gesundheit, Psyche bestĂ€tigt u. v. m.

Die weltweite Verbreitung geschah ab 1972 durch Shri Vasant Paranjpe (1921 – 2008). Shree beauftragte ihn, seine Worte an alle Menschen der Welt weiterzugeben. Von da an reiste Shri Vasant bis fast an sein Lebensende auf alle Kontinente der Erde und erlebte dabei die stete FĂŒhrung durch Shree.

Auf diese Weise wurde er 1974 auch nach Deutschland zu Horst Heigl gefĂŒhrt, der daraufhin sogleich zu Shree reiste. Einige Jahre spĂ€ter erhielt Horst von Shree den Auftrag, Menschen im FĂŒnffachen Pfad zu schulen, was er zunĂ€chst privat, spĂ€ter am Homa-Hof Heiligenberg tat. So wurde der Homa-Hof zu einem Zentrum fĂŒr die Verbreitung von Shrees Werk.

Weitere Informationen:

Das Leben und Wirken von Shree ist so außergewöhnlich und beachtenswert, dass wir dafĂŒr eine eigene Internetseite erstellt haben:
param-sadguru-shree-gajanan-maharaj.com

Über die WirkstĂ€tten von Shree entstanden auch zwei BildbĂ€nde „Akkalkot“ und „Shivapuri“, welche sich ausfĂŒhrlich seinem Leben und Werk widmen.

Der FĂŒnffache Pfad

 

In einer Zeit, in der die verschiedenen Religionen oftmals wie unĂŒberbrĂŒckbare GegensĂ€tze erscheinen, wurde der FĂŒnffache Pfad als eine Hilfe gegeben, durch welche eine weltweite Verbindung und VerstĂ€ndigung entstehen kann. Die Richtlinien des FĂŒnffachen Pfades wurden Shree als Quintessenz der jahrtausendealten Veden offenbart und finden sich mit Ausnahme der Yagnas im Kern jeder Religion wieder.

Wenn wir uns auf diese Grundprinzipien konzentrieren, ist es möglich, damit die heute herrschenden GegensĂ€tze zu ĂŒberbrĂŒcken und gemeinsam eine bessere Welt zu schaffen. Die Feuertechniken (Yagnas) können ein Verbindungsglied sein, um gemeinsam unseren Planeten zu reinigen und zu heilen.

 

Agnihotra

 

1. Yagna (Sanskrit: yajña, Feuertechniken)

Reinigung der AtmosphÀre im sichtbaren wie im unsichtbaren Bereich mithilfe von Feuer.

Um zu leben, brauchen die Lebewesen auf der Erde Luft, Wasser und Nahrung. All dies ist zurzeit oft verschmutzt, was eine Ursache fĂŒr viele Krankheiten ist.

In den Veden ist nicht nur das Gebot der Reinhaltung unserer Lebensgrundlagen verankert, sondern auch, wie eine zusĂ€tzliche Reinigung möglich ist. Sie betrifft in erster Linie unsere AtmosphĂ€re, womit ebenfalls deren feinstofflicher Aspekt gemeint ist, welcher Einfluss auf unser GemĂŒt hat.

Diese Reinigung ist mithilfe von Feuer möglich. Feuertechniken waren einst ĂŒber den gesamten Globus verteilt. Deren korrekte DurchfĂŒhrung war jedoch nicht mehr gegeben, weshalb sie abgeschafft wurden oder in Vergessenheit gerieten. Shree sorgte dafĂŒr, dass die reinen, ursprĂŒnglichen Feuertechniken (Yagna, Homa) wieder eingefĂŒhrt wurden. Deren Wirkungsweise grĂŒndet auf dem Gesetz der Resonanz:

Heile die AtmosphÀre und die AtmosphÀre heilt dich.

Das grundlegende Yagna ist Agnihotra; es wird zu Sonnenauf- und Sonnenuntergang durchgefĂŒhrt. Yagnas sind ein einziger Segen fĂŒr uns und unsere Umwelt.

 

Daan

 

2. Daan (Sanskrit: „dāna“, rechtes Schenken)

Teilen von materiellen GĂŒtern mit anderen Menschen in der inneren Haltung der Demut.

Die Verhaftung an Materielles und die AnhĂ€ufung von Besitz lassen uns manchmal vergessen, dass jede Materie nur eine Leihgabe auf Zeit ist. Um uns daran zu erinnern, gibt es ein einfaches Mittel: das Teilen mit anderen! FĂŒr ein rechtes Geben sollte man die Haltung vertreten, dass der EmpfĂ€nger der GrĂ¶ĂŸere ist, weil er unsere Gabe annimmt. Am besten schenkt man im Verborgenen, ohne Dank oder Gegenleistung dafĂŒr zu erwarten, und gerne auch ohne Anlass. Das „Almosen-Geben“ ist in nahezu allen Religionen verankert.

Durch das Praktizieren von Daan wird ein geistiges Prinzip beachtet: Geben und Nehmen kommen ins Gleichgewicht! Ein spielerischer, von Freude erfĂŒllter Umgang mit der Materie wird möglich und es kann der Armut entgegengewirkt werden. Wenn Daan richtig praktiziert wird, macht es innerlich von materiellen Dingen frei und unabhĂ€ngig.

 

Tapa

 

3. Tapa (geistige Disziplinen)

Oberbegriff fĂŒr geistige Übungen und Disziplinen, mit denen GemĂŒt und Verstand trainiert werden, um auf alle Begebenheiten des Lebens mit Liebe zu reagieren.

Mit Tapa werden Übungen bezeichnet, die es uns erleichtern, unser Ziel zu erreichen. Dazu ist es notwendig, Willen und GemĂŒt zu stĂ€rken. Das Durchbrechen festgefahrener Gewohnheiten oder ein zeitweiliger Verzicht auf Genussmittel kann dazu sinnvoll sein. Was zunĂ€chst schwerfĂ€llt, sorgt spĂ€ter fĂŒr innere StĂ€rke. Je freier wir von seelischen und körperlichen UmstĂ€nden sind, desto wohler fĂŒhlen wir uns und umso einfacher wird die Hinwendung zu Gott.

Zu Tapa-Übungen zĂ€hlen auch geistige Disziplinen, wie Versenkung in die Stille und Meditation, Gebet und Rezitieren von Mantras. Durch Tapa können wir unsere SchwĂ€chen in StĂ€rken verwandeln und unser GemĂŒt zunĂ€chst kontrollieren, spĂ€ter jedoch in einen Zustand versetzen, in dem ein stĂ€ndiges GlĂŒcklichsein möglich ist.

 

Karma

 


4. Karma (rechtes Handeln)

Karma, ein Begriff fĂŒr das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung:

„Du erntest, was du sĂ€st.“

Es beinhaltet, dass jeder Gedanke, jedes GefĂŒhl und jedes Handeln eine entsprechende Reaktion nach sich zieht und wir unser Schicksal selbst formen. Alles in Demut und mit Liebe fĂŒr Gott zu tun und nicht an den Ergebnissen zu hĂ€ngen, kann von den negativen Wirkungen unseres Handelns befreien.

 

 

 

Svadhyaya

 


5. Swadhyaya (Selbststudium)

Studium des Selbst: Wer bin ich? Streben nach der Erkenntnis der wahren, göttlichen Natur des Menschen.

Durch Selbststudium ist ein ehrliches und aufrichtiges Leben möglich. Weniger gute Eigenschaften können erkannt und geĂ€ndert werden. Das Studium heiliger Schriften und Übungen der Stille helfen, die Wahrheit besser zu erkennen. Um Swadhyaya zu praktizieren, kann ein geistiger Lehrer eine große Hilfe sein.

Erkenntnis und tiefstes Wissen liegen jenseits von Worten und können nur erfahren werden.

 

 

Shree: „Das VerstĂ€ndnis und die Befolgung des FĂŒnffachen Pfades fĂŒhren zu einer Veredelung aller geschaffenen Wesen und zur Harmonie.“

 

Der Text auf dieser Seite stammt von der Internet-Seite param-sadguru-shree-gajanan-maharaj.com, die dem besonderen Leben und Wirken von Shree gewidmet ist.

BĂŒcher zum FĂŒnffachen Pfad erhalten Sie im Online-Shop.

Horst Heigl

Initiator und Leiter des Homa-Hofes Heiligenberg
 

 

Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj* und Horst Heigl

Shree und Horst1jpg

 

Shri Vasant V. Paranjpe** und Horst Heigl 1989

Horst und Vasant

 

*   Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj
    sprich: Schri Gadschanan Maharadsch

** Shri Vasant V. Paranjpe
    sprich: Schri Vasant V. Paranschpe

 

Es war im Jahr 1974, als Horst Heigl als erster Deutscher von Agnihotra erfuhr. Damals war von den vielfĂ€ltigen Wirkungen kaum etwas bekannt. Der Überbringer des Wissens, Shri Vasant Paranjpe**, strahlte jedoch eine solch außergewöhnliche Demut und Aufrichtigkeit aus, dass Horst das Gehörte sogleich in die Praxis umsetzte. Kurz darauf reiste er zu Shree*, der Agnihotra wiederbelebt hat. Diese erste Begegnung war so eindrucksvoll und berĂŒhrend, dass 32 weitere Reisen zu ihm folgten. 1976 wurde Horst von Shree beauftragt, Menschen um sich zu sammeln und ihnen vom FĂŒnffachen Pfad zu erzĂ€hlen. Dies war der Beginn von Horsts lebenslanger Aufgabe, der er sich bis heute unermĂŒdlich und mit ganzem Herzen widmet.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Horst bereits ein bewegtes und ereignisreiches Leben hinter sich.

Am 11.03.1936 in Berlin geboren, erlebte er eine von Krieg und Nachkriegszeit erschĂŒtterte Kindheit mit all ihren negativen Auswirkungen. Dies nĂ€hrte in Horst eine große Sehnsucht nach Liebe und Frieden, vor allem aber suchte er Gott. So kam es, dass er insgesamt 12 verschiedene Glaubens- und Religionsgemeinschaften durchlief, jedoch kam er dadurch Gott nicht wirklich nĂ€her.

Die Wende geschah, als er mit Yoga in BerĂŒhrung kam und einige Zeit spĂ€ter das erste Mal nach Indien reiste. Von Paramahansa Yoganandas Nachfolger Swami Hariharananda erhielt er eine persönliche Einweihung in Meditationstechniken. Hier erlebte er das erste Mal eine tiefe Gottverbundenheit und erfuhr, mit welchen Übungen dies erreicht werden kann.

Zu dieser Zeit hatte er beruflich eine Laufbahn als technischer Zeichner hinter sich, spĂ€ter erwarb er den Abschluss als Techniker. Seine Arbeit als Werkzeugkonstrukteur und spĂ€ter Konstrukteur fĂŒr Maschinenbau erfĂŒllte ihn auf keine Weise. Als sein Yoga-Lehrer ihn nach intensiver Ausbildung beauftragte, Hatha-Yoga zu unterrichten, wagte er 1971 den Ausstieg aus seiner gesicherten beruflichen Karriere und war von da an als erster hauptberuflicher Yogalehrer Deutschlands tĂ€tig. Bald darauf erhielt er von Swami Hariharananda den Auftrag, Meditationstechniken (Kriya-Yoga) weiterzugeben. Etwa 20 Jahre lang unterrichtete Horst als Referent an Volkshochschulen und auch privat in SĂŒddeutschland, wodurch er Tausenden von Interessierten einen Zugang zum Hatha-Yoga und zur Meditation ermöglichte.

Fast alle Stufen der Meditation hat er durchlaufen, faszinierende Erlebnisse und Visionen erfahren und ist dadurch zu der Erkenntnis gekommen, dass der höchste Bewusstseinszustand, der durch Meditation erreicht werden kann, noch nicht das Ende des menschlichen Entwicklungsweges bedeutet. Erst das tĂ€gliche Feilen am eigenen Ego, dem sogenannten „kleinen Ich“, bringt uns dem Licht dauerhaft nĂ€her.

Dieses Wissen findet sich auch im FĂŒnffachen Pfad wieder. Als 1988 auf Horsts Initiative der Homa-Hof Heiligenberg gegrĂŒndet wurde, legte er großen Wert auf die Umsetzung aller fĂŒnf Richtlinien. Durch seine umfassende Erfahrung und tiefen Erkenntnisse ist er eine große Hilfe fĂŒr alle Suchenden. Mit Liebe, Geduld und enormem Einsatz ist er fĂŒr die Menschen da und gibt immer wieder lebenspraktische, seelische und geistige Hilfen und Anregungen zur Umsetzung im Alltag.

Um möglichst vielen Interessierten den Zugang zu diesem Wissen zu ermöglichen, grĂŒndete Horst 1987 den „Verlag Horst Heigl“. In seinen BĂŒchern gibt er selbst erfahrenes Wissen weiter und zeigt nachvollziehbare Wege bis hin zum Erleben der höchsten Wirklichkeit auf. Einige seiner BĂŒcher erschienen unter dem Namen „Lozynski“, dem frĂŒheren Nachnamen, den er 1990 durch Heirat in „Heigl“ Ă€nderte.

Schließlich setzte er auch seine große Liebe zur Musik um. UrsprĂŒnglich am Klavier zuhause, wĂ€hlte er das Keyboard als Instrument, mit dem er Interpretationen oder eigene Kompositionen einspielte. Das Ziel war, eine möglichst hohe Schwingung in jedes MusikstĂŒck hineinzubringen, die sich auf den Hörer ĂŒbertrĂ€gt und sein Wohlbefinden erheblich zu steigern vermag. Horst sagte dazu:

„Wenn Musik die Seele emporhebt, sie zeitweilig loslöst vom irdischen Ballast, wirkt sie wie heilender Balsam."

Nach wie vor setzt sich Horst intensiv dafĂŒr ein, allen Menschen in seiner Umgebung hilfreich zur Seite zu stehen, wobei ihm NĂ€chstenliebe und die praktisch gelebte Eucharistie (wandle alles ins Positive um) besonders am Herzen liegen. Er legt großen Wert auf die unverfĂ€lschte Weitergabe des Agnihotras und die Beibehaltung der Einfachheit des FĂŒnffachen Pfades. Nur so ist der Pfad eine Hilfe fĂŒr alle und jeden, ohne Unterschied von Glauben, Herkunft, finanziellem und sozialem Status.

Shree sagte 1976 ĂŒber Horst: „Er ist Unser Mann!“

Über sein außergewöhnliches Leben und seine vielen Begegnungen mit Shree hat Horst ein autobiographisches Werk in 2 BĂ€nden mit dem Titel „ErfĂŒllte Verheißungen“ geschrieben. Die Herausgabe ist 2018 zum 100-jĂ€hrigen Geburtstag von Shree geplant.

 

 

Birgitt Heigl

 


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Horst und Birgitt Heigl sind in ihrem gemeinsamen Leben und Arbeiten, der tĂ€glichen Routine und der Liebe und FĂŒrsorge fĂŒr die Homa-Hof-Gemeinschaft ein Beispiel fĂŒr den FĂŒnffachen Pfad. Sie sind das Verbindende und BestĂ€ndige der fast 30 Jahre bestehenden Gemeinschaft. Wir verdanken ihnen die verlĂ€ssliche, verantwortungsvolle Weitergabe des Wissens von Shree, ein Wissen, das das geistige und praktische Leben der Menschen auf eine erfreuliche, glĂŒckliche Ebene heben kann.

Seit Beginn 1987 ist Birgitt maßgeblich am Aufbau des „Verlag Horst Heigl“ beteiligt. Ihre sprachliche und kĂŒnstlerische Begabung bringt sie vor allem bei der Bearbeitung und Gestaltung von Texten und Bildern ein. 2008 erschien ihr erstes Buch „Der kleine Fakir Namu und der FĂŒnffache Pfad“.

Birgitt wurde 1965 in MĂŒhldorf am Inn (Oberbayern) geboren. Sie wuchs im AllgĂ€u auf, wo sie nach der Schulausbildung eine Lehre als Arzthelferin absolvierte. Im Jahr 1985 zog sie nach Überlingen am Bodensee. Hier besuchte sie bei Horst Hatha-Yoga- und Meditations-Kurse und erfuhr die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin. Im Jahr 1990 heirateten sie und fĂŒhren seither den Ehenamen Heigl. Seit Ende 1990 wohnen sie am Homa-Hof in Heiligenberg.


Von Kindheit an war Birgitt auf der Suche nach Gott. Erst durch die Hilfe ihres Mannes erfuhr sie, dass nicht die Religionszugehörigkeit, sondern das Maß an Gottesliebe entscheidend ist, wie sehr man sich Gott nĂ€hern kann. Jahrelange Yoga- und MeditationsĂŒbungen und eine intensive geistige Schulung durch ihren Mann brachten sie schließlich so weit, die Allgegenwart Gottes erfahren zu dĂŒrfen. Fast tĂ€glich kann sie die Wahrheit der Bibelworte erleben, die sinngemĂ€ĂŸ lauten: „Suche zuerst nach dem Reiche Gottes und alles andere wird dir zufallen.“

Ihren Eingebungen folgend, begann sie zu schreiben, zu zeichnen, zu malen – ohne irgendetwas davon je beruflich oder in Kursen gelernt zu haben. Doch da Gott allgegenwĂ€rtig und alles durchdringend ist, reicht es aus, sich intensiv an ihn zu wenden. LĂ€sst man ihn durch sich wirken, so kann alles möglich werden.

In zwei BĂ€nden mit dem Titel „Der Schauspieler in Seinem Dienst“ schildert Birgitt ihren Lebensweg auf der Suche nach Gott. Dabei kommen vor allem die ungewöhnlichen Schulungsmethoden von Horst zum Vorschein, der vergleichbar einem Schauspieler verschiedene Rollen einnahm, um ein eigenes Erleben zu fördern. Wichtige Lebensfragen werden beantwortet und viele praktische Beispiele fĂŒr die Umsetzung des FĂŒnffachen Pfads im tĂ€glichen Leben gegeben.

Homa-Hof

 

„Es sollten PlĂ€tze mit landwirtschaftlichen FlĂ€chen entstehen, an denen regelmĂ€ĂŸig Homa-Feuer durchgefĂŒhrt werden, damit die heilende Wirkung von Agnihotra auf Mensch, Tier und Pflanze sichtbar wird.“

Es waren etwa diese Worte, die Shri Vasant Paranjpe, der Agnihotra weltweit verbreitete, 1988 sprach. Wir waren ca. 50 Interessierte, die sich bei Horst Heigl versammelt hatten, um seiner Rede zu lauschen. Ein Ort zum gemeinsamen Praktizieren der Homa-Feuer klang verlockend, aber Land bewirtschaften? Niemand von uns hatte Ahnung davon, geschweige denn, dass es bisher jemand interessiert hÀtte.

Horst begann die Idee sofort aufzugreifen und wir ließen uns schnell begeistern. Noch im selben Jahr wurde ein Hof mit 20 ha Land gefunden. Zur Organisation, Bewirtschaftung und Finanzierung grĂŒndeten wir einen Verein, der im Bereich Umweltschutz als gemeinnĂŒtzig anerkannt wurde und heute „Verein fĂŒr Homa-Therapie“ heißt; den Hof nannten wir „Homa-Hof“.

Im Wohnhaus war nur Platz fĂŒr 2 Familien, wir anderen fuhren in unserer Freizeit an den Hof, wann immer es uns möglich war. Die erste HĂŒrde war die Organisation der tĂ€glichen Yagnas: das erste begann um 5 Uhr morgens, das letzte um 21 Uhr.

 

 
Yagna
Moehrenernte

 

 


Ohne große Kenntnisse begannen wir einen Teil der Felder zu bewirtschaften (12 ha wurden verpachtet). Wie staunten wir ĂŒber die wunderbaren Ergebnisse! Damals stellte man sich unter „bio“ runzelige Äpfel mit einem Wurm in der Mitte vor, nicht handtellergroße, rotwangige FrĂŒchte mit glĂ€nzendem, festem Äußeren. Wir waren von der ĂŒppigen Ernte genauso erfreut wie die Kunden auf dem Wochenmarkt und konnten dort genĂŒgend Erlös erzielen, um langsam mit der Abzahlung des Hofes zu beginnen.

Die nĂ€chste große Herausforderung waren wir selbst. Es dauerte eine Weile, bis wir unsere Verschiedenartigkeit als Gewinn ansehen konnten. Maßgebend dafĂŒr war die große Hilfe von Horst, der mit seiner Frau Birgitt seit 1990 am Hof wohnt. Er hatte von Shree einst den Auftrag erhalten, Menschen im FĂŒnffachen Pfad zu schulen, und der Homa-Hof war wie geschaffen fĂŒr die praktische Umsetzung. Erst dadurch wurde deutlich, wie vielfĂ€ltig und hilfreich diese Richtlinien sind und dass sie tatsĂ€chlich fĂŒr ein Leben in Frieden, innerer Freiheit und großer FĂŒlle ausreichen.

Besonderen Wert legte Horst stets darauf, dass wir nichts fĂŒr selbstverstĂ€ndlich hielten, sondern uns immer wieder bei unserem Schöpfer bedankten und unser Bewusstsein auf ihn ausrichteten. Dies ist auch ein Grundgedanke bei den Yagnas, wir sollten ihn jedoch bei jeder TĂ€tigkeit umsetzen, sei es beim Pflanzen, JĂ€ten, Ernten oder bei Renovierungsarbeiten.

Zwischendurch trafen wir uns (und das tun wir auch heute noch) sehr gerne, um die Gemeinschaft zu pflegen, zusammen zu feiern, zu lachen, sinnvolle GesprĂ€che zu fĂŒhren, uns gegenseitig zu unterstĂŒtzen. NĂ€chstenliebe ist eine der höchsten Tugenden und Horst erstaunt uns noch heute, mit welcher Konsequenz und Feinheit er sie lebt und weitergibt.

Da viele von uns Ahnung von Meditation hatten, konnten wir leicht feststellen, wie sich die feinstoffliche Energie (Schwingung) immer mehr und in einem zusehends grĂ¶ĂŸeren Umkreis erhöhte. Der Homa-Hof wurde zu einem Kraftort, von dem diese Schwingung ausstrahlt.

  Mittwochstreffen

 

semniar

 

 

Schon bald wollten wir alle unsere vielen, wunderbaren Erfahrungen mit anderen teilen. So organisierten wir am Homa-Hof kostenlose VortrĂ€ge und Seminare, die immer beliebter wurden. Vor allem die „Homa-Landwirtschaft“ fand großen Anklang, denn bei den Pflanzen sind die Ergebnisse sehr schnell sichtbar und eine Einbildung ist nicht möglich. Sie sind sichtbare Beweise fĂŒr die Wirksamkeit der Homa-Feuer.

Auch wenn es noch andere Hilfen und Methoden gibt, wenden wir diese am Homa-Hof nicht an. Damit gewĂ€hrleisten wir, dass die Ergebnisse tatsĂ€chlich auf die Homa-Feuer zurĂŒckzufĂŒhren sind – dies ist wichtig, um eindeutige Aussagen machen zu können.

Es ist uns eine große Freude, zum Verbreiten der alten vedischen Weisheiten beitragen zu können. Durch die Yagnas wird ein harmonischer Kreislauf des Gebens und Empfangens geschaffen und sie helfen, die Natur und alles Leben wieder in einen Zustand der Harmonie zu bringen.

Viele der GrĂŒndungsmitglieder sind heute (nach 30 Jahren) noch dabei, die meisten davon konnten Shree, der Agnihotra fĂŒr die heutige Zeit wiederbelebt hat, persönlich begegnen. So haben wir unsere Kenntnisse aus erster Hand! Wir wissen, welch ein Segen die von ihm gegebenen Richtlinien sind, in ihrer Klarheit und UniversalitĂ€t – mit unvorstellbar großer Wirkung auf allen Ebenen. Wir sehen den FĂŒnffachen Pfad als verbindendes Glied zwischen Kulturen, Konfessionen und sozialen Schichten. Deshalb ist es uns auch wichtig, nichts hinzuzufĂŒgen, keine Bedingungen daran zu knĂŒpfen und ihn in seiner Einfachheit zu bewahren. Am Homa-Hof erleben wir, wie unterschiedliche Charaktere mit verschiedenen Anschauungen zusammen Großes vollbringen können, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben: den Willen, selbstlos unserer Welt zu helfen, mit allem, was darauf lebt; zunĂ€chst in kleinem Rahmen, der sich jedoch wie ein angenehmer Duft zunehmend ausbreitet. So hat es Shree einst beschrieben.

  Brezelfruehstueck

 

 

Wir laden euch ein, uns zu besuchen, mitzumachen, zu helfen, zu lernen, selbst anzuwenden, weiterzugeben. Unter „Mitmachen“ haben wir verschiedene Möglichkeiten dazu aufgefĂŒhrt. Wenn ihr euch bei uns zu Hause fĂŒhlt, es euch dabei innerlich und Ă€ußerlich besser geht, ihr neue FĂ€higkeiten erlangt und diese euer Leben positiv verĂ€ndern, dann macht dies uns glĂŒcklich, zeigt es doch, dass sich unser Einsatz nicht nur fĂŒr die Umwelt, sondern auch fĂŒr unsere Mitmenschen lohnt. Herzlich willkommen.

 

In „Agnihotra Aktuell“ Nr. 3 und Nr. 7 erfahrt ihr mehr ĂŒber unsere Gemeinschaft und in den BĂŒchern „Der Schauspieler in Seinem Dienst“ sind HintergrĂŒnde zum Homa-Hof sowie die praktische Umsetzung des FĂŒnffachen Pfades nachzulesen.